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Psoriasisarthritis kommt häufiger vor, als lange Zeit angenommen. Da die Erkrankung möglichst frühzeitig behandelt werden sollte, ist es ratsam, im Zweifelsfall den Rheumatologen aufzusuchen.

Frühere Annahmen gingen davon aus, dass es bei etwa fünf bis zehn Prozent aller Psoriasispatienten im Krankheitsverlauf zu einer entzündlichen Gelenkbeteiligung kommt. Lange Zeit waren die Häufigkeit und das Spektrum des klinischen Erscheinungsbildes der Psoriasisarthritis sogar gänzlich unbekannt. Erst Untersuchungen jüngeren Datums ließen die Vermutung aufkommen, dass es sich um eine deutlich häufigere Erscheinung handeln könnte. Eine aktuelle große Studie aus Deutschland unterstützt diese Vermutung. Sie erfasste bundesweit Psoriasispatienten aus verschiedenen Hautkliniken und –praxen. Diejenigen Teilnehmer, die typische Anzeichen einer Psoriasisarthritis wie Gelenkschwellungen oder –schmerzen aufwiesen, wurden von einem Rheumatologen gründlich untersucht. Bei nahezu jedem fünften Teilnehmer wurde eine Psoriasisarthritis diagnostiziert. Die Hälfte der Betroffenen wies mindestens ein geschwollenes Gelenk auf, ein großer Teil litt zudem unter Gelenkschmerzen. Darüber hinaus hatten bis zu zehn Prozent der Teilnehmer unklare Beschwerden, die auf eine Psoriasisarthritis hindeuteten, aber nicht eindeutig zugeordnet werden konnten. Die Wissenschaftler gehen deshalb von einer noch höheren Dunkelziffer an Erkrankungsfällen aus. Nach ihrer Ansicht gäbe es möglicherweise viele Fälle von aktiver Psoriasisarthritis, die unentdeckt blieben. Um vermeidbare Schäden und Funktionsbeeinträchtigungen durch die Entzündungen in den Gelenken vorzubeugen, sei allerdings eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung der Psoriasisarthritis notwendig. Das Erscheinungsbild der Psoriasisarthritis ist sehr vielfältig, sodass es nicht immer leicht von anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen abgegrenzt werden kann. Von Entzündungen betroffen sein können alle Gelenke, einschließlich der Kreuzdarmbeingelenke (Ileosakralgelenke) und kleinen Gelenke der Wirbelsäule sowie Sehnenansatzpunkte (z.B. Achillessehne). Typisch ist eine Beteiligung der Finger- und Zehengelenke, wobei nicht selten sogar alle Gelenke eines einzigen Fingers oder einer Zehe (sog. Wurstfinger und –zehen) entzündet sind.


Mehr unter:www.lifeline.de

 

http://www.special-psoriasis.de/

Quelle: Reich, K. et al.: Epidemiology and clinical pattern of psoriatic arthritis in Germany: a prospective interdisciplinary epidemiological study of 1511 patients with plaque-type psoriasis. British Journal of Dermatology 2009, 160:1040–1047; Radtke, M.A. et al.: Prevalence and clinical features of psoriatic arthritis and joint complaints in 2009 patients with psoriasis: results of a German national survey. Journal of European Academy of Dermatology and Venerology 2009, 23:683-691 Autor: Kathrin Sommer Stand: 09.10.2009

 

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